| Amtszeit | Name | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1900 – 1903 | Wilhelm Trockel | |
| 1903 – 1912 | Heinrich Koch | |
| 1912 – 1922 | Franz Flüchter | |
| 1922 – 1929 | Ludwig Stedtfeld | |
| 1929 – 1930 | Provisorischer Vorstand | Franz Berkenhaus, Gerhard Flüchter und Heinrich Steinhoff |
| 1930 – 1933 | Franz Flüchter | *13.06.1875 – 11.10.1948 |
| 1933 – 1934 | Anton Weitkemper | *08.05.1887 – 19.03.1945 |
| 1934 – 1937 | Ludwig Stedtfeld | *24.05.1874 – 16.05.1941; 1937 zum Ehrenoberst ernannt |
| 1937 – 1942 | Alois Loddenkemper | *22.05.1902 – 14.10.1942 (gefallen in Russland) |
| 1949 – 1961 | Gerhard Zurbrüggen | *03.12.1902 – 01.05.1976; 1967 zum Ehrenoberst ernannt |
| 1961 – 1971 | Franz Teigeler | *31.03.1906 – 14.01.1979; 1971 zum Ehrenoberst ernannt |
| 1971 – 1979 | Franz Flüchter | 1979 zum Ehrenoberst ernannt |
| 1979 – 2003 | Bernhard Hollenhorst-Böbbing | 2003 zum Ehrenoberst ernannt |
| 2003 – 2019 | Bernd Helfmeier | 2019 zum Ehrenoberst ernannt |
| 2019 – 2023 | Bernd Hollenhorst |
Das Amt des Obristen ist eine der traditionsreichsten und verantwortungsvollsten Positionen innerhalb des Cappeler Schützenvereins e.V. in Lippstadt. Als repräsentative Spitze und oberster Repräsentant des Offizierskorps prägt der Obrist maßgeblich das Erscheinungsbild und die Ausrichtung unseres Vereins – sowohl nach innen gegenüber den Schützenbrüdern als auch nach außen in der Öffentlichkeit von Cappel und Umgebung.
Die Bedeutung des Oberst-Amtes
Ein Obrist im Cappeler Schützenverein zu sein, bedeutet weit mehr, als an der Spitze der festlichen Umzüge beim jährlichen Schützenfest zu reiten. Der Obrist ist der Wahrer unserer historischen Werte „Glaube. Sitte. Heimat.“. Er sorgt für die Einhaltung der Vereinstraditionen, führt das Offizierskorps mit Weitsicht und fungiert als wichtiges Bindeglied zwischen dem Vorstand, den Kompanien und den Mitgliedern.
In seiner Funktion hält er bei offiziellen Anlässen, wie dem Totengedenken am Volkstrauertag oder den Ehrungen verdienter Mitglieder, die zentralen Ansprachen. Das Amt erfordert ein hohes Maß an persönlichem Engagement, diplomatisches Geschick und eine tiefe Verwurzelung in der Dorfgemeinschaft von Cappel.
Eine lückenlose Historie seit 1900
Wir sind stolz darauf, die Reihe unserer Obristen seit dem Jahr 1900 lückenlos dokumentieren zu können. Diese historische Liste ist ein Spiegelbild der Beständigkeit unseres Vereins, selbst in schwierigen Zeiten.
Der erste namentlich verzeichnete Obrist war Wilhelm Trockel, der das Amt von 1900 bis 1903 bekleidete. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Position von Männern übernommen, die den Verein durch historische Umbrüche führten. Besonders hervorzuheben ist die Zeit des Zweiten Weltkriegs: Unser damaliger Obrist Alois Loddenkemper (Amtszeit 1937–1942) fiel 1942 in Russland – ein tragischer Verlust, der bis heute in unserer Chronik mahnend in Erinnerung gehalten wird.
In der Nachkriegszeit war es Gerhard Zurbrüggen (1949–1961), der den Verein neu formierte und für seine Verdienste 1967 zum Ehrenoberst ernannt wurde.
Prägende Persönlichkeiten der jüngeren Geschichte
Die Kontinuität in der Führung zeigt sich besonders in den langen Amtszeiten einiger Obristen, die den Verein über Jahrzehnte prägten:
- Bernhard Hollenhorst-Böbbing: Mit einer beeindruckenden Amtszeit von 24 Jahren (1979–2003) ist er der am längsten amtierende Obrist in der Geschichte des Cappeler Schützenvereins.
- Bernd Helfmeier: Er lenkte die Geschicke des Vereins erfolgreich in das 21. Jahrhundert (2003–2019) und wurde nach seiner Amtszeit ebenfalls zum Ehrenoberst ernannt.
Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen vollständigen Überblick über alle Männer, die dieses ehrenvolle Amt seit 1900 bekleidet haben. Jeder von ihnen hat ein wichtiges Kapitel in der Geschichte des Cappeler Schützenvereins in Lippstadt geschrieben.
